Sein Name ist Gregor und er weiss von nichts ...
Yarne schnüffelte, während er seine Ohren hochstellte. Er horchte. Seine Freunde plauderten und redeten über früher. Severa zischte mehrmals und blickte zu ihrer Freundin. Diese bürstete ihren Pegasus und kicherte jedes Mal, wenn Owain einen Witz machte. Das Feuer prasselte und verlieh der Runde eine gemütliche Stimmung. Sogar Gerome war anwesend.
Plötzlich sprang Yarne auf. Die Anwesenden verstummten. Alle blickten zu ihm, warten auf die Reaktion des Tanguels. Lucina klammerte sich unbewusst an ihren Cousin. „HASE, was ist denn LOS?!“, brüllte der Heiler und blickte Hilfe suchend zu seiner Verlobten Kjelle.
„Mein Vater … er tut es schon wieder …“
„Was?“
„Er hat mich angelogen!
Bevor Lucina nochmals fragen konnte, rannte Yarne davon. Severa schüttelte den Kopf und murmelte: „Ich bin von Idioten umgeben!“
Gregor gähnte. Warum nur fürchtete sich der junge Mann nur so sehr vor Frauen? Einfach die Fragende stellen lassen und wie vom wilden Affen gebissen weg zu rennen … natürlich brachte Gregor die junge Frau selbst nach Hause. Weshalb die Frau in der Nacht alleine unterwegs war, ging ihn nichts an. Doch in diesen gefährlichen Zeiten konnte er eine Frau nicht alleine lassen. Seufzend setzte sich der Mann an den Rand des Weges. Ein Fuchs huschte vorbei. „Ho, du suchen nach Maus für hungrigen Magen?“, fragte Gregor leise. Er kannte das Gefühl des Hungers, der Kälte. Krieg brachte nur Leid und doch verdiente er damit sein Brot.
Ein Rascheln liess den Söldner aufschrecken. Bevor er reagieren konnte, wurde er zu Boden gedrückt. „VATER, DU LÜGNER!“
„Yarne …“
Überrascht blickte der Mann in das traurige Gesicht seines Sohnes. Yarnes Ohren waren geknickt, seine Augen voller Tränen. Geduldig hörte der Vater seinem Sohn zu, der ihn beschuldigte, Ehebruch begangen zu haben.
„Yarne, zu hören Gregor und nicht weinen die Tränen. Du sein Mann, ja?“
Zärtlich streichelte der Mann die Ohren seines Kindes. Das sein Kind was beschäftigte, spürte der Söldner schon lange. Jedoch würde er Yarne nicht drängen, es zu erzählen. Wenn er so weit war, würde Gregor ein offenes Ohr für den Tanguel haben.
